DeLonghi EC2000
Das Neueste von der DeLonghi gibt es hier

Gegenüber der Krups sieht die DeLonghi EC2000 etwas anders aus. Das kommt unter anderem sicher auch wegen dem sichtbaren Bohnenbehälter auf der Oberseite der Maschine. Dafür spart man sich den Blick, ob noch ausreichend Kaffee vorhanden ist.
Der Einfüllschacht für eine zweite Kaffeesorte
(gemahlen) ist auch problemlos erreichbar. er befindet sich gleich neben dem
Bohnenbehälter. Dazu wird der Bohnenbehälter einfach nur gegen den Uhrzeigersinn auf die
Stellung "Kaffeemehl" gedreht und schon ist die Maschine für gemahlenen Kaffee
bereit. Fehlbedienung ist dadurch ausgeschlossen.
Grundsätzlich ist die Bedienung recht problemlos.
Die Bedieneinheit zeigt mittels LEDs jeden Zustand der Maschine (Aufheizen, Bereitschaft,
Tassen- und Mengenvorwahl und sämtliche Reinigungswünsche) an.
Wirklich vertippen kann man sich eigentlich nicht und die Funktionen und Anzeigen sind schon nach kurzem Studium der Anleitung klar. Die Anleitung wird übrigens in 10 Sprachen mitgeliefert und leidet dadurch ein wenig an Übersichtlichkeit, aber das ist nur ein kleiner Missgriff.
Wesentlich wichtiger für eine einwandfreie Funktion ist, ob die Brüheinheit entnommen und gereinigt werden kann. Das war das große Manko bei Krups. Diese Einheit kann nur vom Service entfernt und gewartet werden. Das kann dann schon mal teuer werden.
Hier sind die Maschinen von Saeco und ähnliche
und natürlich auch die DeLonghi klar im Vorteil. Die Brüh- und Siebeinheit kann mit
einem Handgriff komplett entnommen und gereinigt werden.
DeLonghi schlägt vor die Reinigung je nach Beanspruchung der Maschine einmal die Woche, mindestens aber einmal im Monat durchzuführen. Damit sei die einwandfreie Funktion gewährleistet. Eine Servicenummer, wie sie bei Krups gleich mitgeliefert wird (wieso eigentlich!) gibt es zwar, aber nur für Notfälle. Dieser Notfall soll aber laut DeLonghi nicht eintreten.

Hier sieht man die heraus genommene Brüheinheit und den Blick in das Innere der Maschine, welches man im Bedarfsfall ebenfalls leicht reinigen kann.
Zum Schluß bleibt noch zu erwähnen, dass der
Auffangbehälter für den Kaffee bei der DeLonghi wesentlich größer ist als bei der
Krups und somit die Anzeige zum Leeren seltener aufleuchtet.
Der Wasserbehälter ist rechts neben dem Auffangbehälter angebracht, leicht zu entnehmen und zu befüllen. Sein Inhalt beträgt ca. 1,9 Liter und reicht für den normalen Hausgebrauch aus.
Das die DeLonghi über ein Reinigungs- und Entkalkungsprogramm verfügt ist bei diesen Maschinen usus. DeLonghi liefert für die Reinigung gleich zehn Tabletten mit und auch Entkalkungslösung für zwei komplette Durchläufe ist im Lieferumfang enthalten. Ein Pinsel für die Reinigung und Wartung der Brüheinheit komplettiert die Ausstattung.
Schaltet man die Maschine ein, spült sie nach Erreichen der Brühtemperatur selbsttätig kurz die Brüheinheit durch. Danach genießt man schon herrlichen Esspresso. Beim Abschalten wiederholt sich der kurze Spülgang und sie stellt sich sauber ab. Somit bleibt kaum Kaffeemehl im Sieb zurück und Pflegeaufwand reduziert sich erheblich. Die Krups musste hier jeweils manuell zum Spülen aufgefordert werden (wieso eigentlich?), sonst gab es keinen Kaffee. Beim Abschalten spülte sie nicht, es sei denn man hätte sie aufgefordert.
Zwischenzeitlich habe ich entdeckt, dass die DeLonghi auch über eine zeitgesteuerte Abschaltung verfügt, wenn sie längere Zeit nicht genutzt wird. Sie spült dann zwar nicht, aber das tut sie ja eh beim Wiedereinschalten.
Die DeLonghi verfügt über frei programmierbare Tassenfüllhöhe und Kaffeemehlmengen. Jeder kann seinen Espresso so trinken, wie er ihn gerne hätte. Schwach, normal oder besonders stark, viel, wenig oder die übliche Menge.
Natürlich läßt sich auch Milch für Cappuchino aufschäumen und heißes Wasser für Tee oder Instantgetränke und Suppen entnehmen. Das ist aber die leichteste Übung für diese Maschinen.
Wer also mal einen schönen italienischen Espresso bei mir genießen möchte, der ist herzlich willkommen. Ich bin sehr zufrieden mit der DeLonghi und genieße jeden Tag meinen Kaffee neu.
Nach gut einem Jahr wurde die Maschine lauter und lauter. Meiner Meinung nach musste irgendwas mit dem Antriebssystem in der Brüheinheit nicht in Ordnung sein. Gott sei dank ist noch Garantie drauf und DeLonghi empfiehlt einen Fachhändler in der Nähe aufzusuchen. Laut den Internetseiten ist dies die Firma Strickling in Seelze. Der erste Besuch verlief auch recht angenehm, da ich die Maschine sofort wieder mitnehmen konnte und die Lautstärke sich deutlich verringert hatte.
Das hielt aber nur zwei Wochen an und die Maschine wurde wieder laut rumpelte richtig beim Pressvorgang. Also wieder zu Strickling und diesmal war sie zwei Wochen in der Werkstatt. Jetzt ist sie wieder in Ordnung und macht den Kaffee wieder wie gewohnt.
Allerdings nur bis zum Oktober 2004.
Nach einer planmäßigen Reinigung der Maschine stellte ich fest, dass eine kleine Feder vom Kaffeesatzauswurf gebrochen war und der Kaffeesatz nicht mehr richtig entsorgt wurde. Dadurch verklemmte sich die Brüheinheit immer wieder und die Maschine schaltet aus Sicherheitsgründen in der Störungsmodus.
Also wieder zu Strickling, so eine Feder kann ja nicht die Welt kosten und kann ich auch selber einbauen.
Pustekuchen. Das Teil soll 147 Euro und 11 Cent kosten, in Worten: Einhundertsiebenundvierzig! Natürlich nicht nur die Feder, sondern die ganze Brühgruppe, denn die Feder gibt es angeblich nicht einzeln.
Das konnte ich ja nun nicht glauben und nahm Kontakt mit DeLonghi auf. Und von dort kam die Lösung.
Natürlich gebe es die Feder und ich solle Kontakt mit einem anderen Fachhändler (Walzer GmbH in Duisburg) aufnehmen. Namen und Adresse bekam ich auch sofort mitgeteilt und man habe Walzer bereits informiert. Ich also an die Tasten und per Mail die Firma kontaktet. Wenn ich meine Anschrift mitteilen würde, ginge das Ding sofort auf den Weg zu mir.
Und so war es auch. Firma Walzer schickte mir ohne Umwege die Feder und eine kleine Zeichnung, wo die Feder sitzt und wie sie eingebaut werden muss. Das ganze absolut kostenfrei und ohne Berechnung, heißt weder Feder noch Porto sollte ich zahlen. Und das alles in einer Geschwindigkeit, die bei Strickling nicht mal annähernd bekannt ist.
Das nenne ich Service und Kundenorientierung. Die EC2000 macht wieder Espresso wie am ersten Tag und Firma Strickling ist für mich gestorben.
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